Über mich
1984 wurde ich in Flensburg geboren. Schon sehr früh, im jungen Alter von 5 Jahren, durfte ich anfangen Blockflöte zu spielen und lernte schon sehr früh Notenlesen. Bereits als Kind verknüpfte ich mit den Klängen der Musik auch Farbqualitäten und beobachtete deren Bewegung.
Während meiner Grundschulzeit verbrachte ich den Großteil meiner Freizeit zufrieden in meinem Zimmer mit meinen Flöten und übte und spielte, was mir so in den Sinn kam.
Als ich auf das Gymnasium nach Flensburg wechselte, war das was mir bei dieser großen Veränderung am meisten Halt gab meine Liebe zur Musik. Bei ihr und mit ihr fühlte ich mich zu Hause und hörte ihr feines Säuseln auch, wenn es im Außen ganz still war.
Ich fing immer mehr an, auch den feinen Klängen der Menschen zu lauschen. Wie unterschiedlich sie doch waren! Ich lauschte ihrem Wesen und war so manches Mal überrascht, wie merkwürdig sie sich verhielten und dies überhaupt nicht ihrem Klang entsprach.
Mit 12 Jahren fing ich an Klavier und Saxofon zu spielen. Die Musik war in meiner gesamten Schulzeit ein treuer, liebevoller Begleiter.
Mit 17 begann ich eine Ausbildung zum nebenamtlichen Organisten und verbrachte fortan neben der Schule viel Zeit in der Kirche um Orgel zu üben. An den Wochenenden übernahm ich Orgelvertretungen in Gottesdiensten und wenn es zeitlich möglich war, übernahm ich auch Trauerfeiern und Hochzeiten.
Nach der Schule arbeitete ich zwei Jahre in einem Waldorfkindergarten und absolvierte dann eine Ausbildung zur sozial-pädagogischen Assistentin in Schleswig.
Ich interessierte mich für die Weltreligionen und versuchte den "Kern" zu finden. Nachdem ich meine Jugend in der Kirche verbracht hatte, zog es mich nun in den tibetischen Buddhismus und ich nahm Zuflucht bei einem tibetischen Rinpoche in Holland.
Im Anschluss an die Ausbildung der sozialpädagogischen Assistenz studierte ich von 2008 bis 2012 Rhythmik / Musik- und Bewegungspädagogik in Hamburg. Nach dem Diplom arbeitete ich viel mit Gruppen aller Altersklassen, überwiegend jedoch in Schulen und Kindergärten in den Bereichen musikalische Früherziehung, Eltern-Kind-Kursen, Rhythmik und Instrumentalunterricht.
Zwischen und nach den Geburten meiner Kinder in 2015 und 2018 zog es mich immer mehr in den Einzelunterricht an Klavier, Blockflöte, Ukulele und Schlagwerk sowie Musiktheorie und Gehörbildung. Ich arbeitete an verschiedenen Musikschulen und verfeinerte mein Hören am Klavier und das Lauschen der Klänge meiner Schüler. Der Klang, den die Menschen an einem Instrument produzieren verriet mir immer mehr ihr Wesen und die Noten die auf die Tasten gebracht wurden schienen manchmal keinerlei Verbindung dazu zu haben. Die Persönlichkeit, die sich allzu oft mit all ihren vielen irdischen Identifikationen in den Vordergrund drängt und dafür sorgt, dass Musik nicht weiter als perfekt aneinander gereihte Töne sind, verhält sich häufig kontrovers zu dem Klang der eigentlich dahinter steht.
Ich vebinde mein Hören und die Bewegung von Klängen mit Farben und als mir 2021 die Eurythmiemassage nach Tanja Baumgartner begegnete, absolvierte ich bei ihr sofort die Ausbildung. Ich verband mich tief mit der Anthroposophie, manches schien wie eine Erinnerung zu sein und es war sehr leicht dort einzutauchen. Ich erlebte die Farben der eurythmischen Lautwesen innerlich als Musik und das Zusammenspiel ihrer Dreiklänge bewegten viel in mir. Sie waren wie sanfte Erinnerungen an etwas, das tief in mir lag. Ich suchte danach und fand es. Es war Klang. Liebe. Stille. Fülle. Leere.
Der Klang eines Menschen ist einzigartig und ihm zu lauschen erfüllt mich mit Hingabe und Liebe an das, was hinter unseren manchmal skurrilen Persönlichkeiten und Ansichten steht: dem wahren Wesen, dem einzigartigen Klang eines jeden und der trotz seiner Einzigartigkeit doch alles miteinander verbindet.